Der G20 Gipfel im Juli 2017 in Hamburg hat aufgezeigt, dass die ausführenden staatlichen Stellen, die Ihre Aufgabe nach überwiegender Ansicht bravourös, wenn auch nicht unter optimalen Bedingungen erfüllt haben, an der Belastungsgrenze angelangt sind.
Natürlich war im Vorfeld nicht abzusehen, welches Ausmaß an Gewalt auftreten würde, dennoch wäre ein schlüssiges und umsetzbares Maßnahmenkonzept, ein sogenannter Plan B, realisierbar und geboten gewesen.
Neben unzähligen Übergriffen auf Privateigentum, staatliche Einrichtungen und unter immenser Schädigung des Einzelhandels eines ganzen Stadtteiles muss daher die Frage erlaubt sein, wie zukünftig in solchen Großereignisfällen die Gewaltbereitschaft eingedämmt oder zumindest die Schadensereignisse minimiert werden können.
Letztlich liegt es am Staat und an zahlreichen Versicherungen die entstandenen Schäden, soweit diese überhaupt versichert waren und eine Wiederherstellung tatsächlich möglich ist, adäquat zu ersetzen.

Zusammenarbeit statt Einzelkämpfermodus
Neben den staatlichen Stellen hätten möglicherweise zahlreiche Delikte nicht oder zumindest in deutlich geringerer Anzahl verwirklicht werden können, wenn die private Sicherheitswirtschaft in ein gemeinsames Sicherheitskonzept aufgenommen worden wäre und personell Präsenz hätte zeigen dürfen.
An vielen Schnittstellen treten staatliche und private Einsatzkräfte bereits gemeinsam zum Gelingen des Auftrages und der gesetzlichen Aufgabenerfüllung auf. Warum also nicht auch in Hamburg, wo es personell tatsächlich notwendig gewesen wäre?
Liegt es an der Angst des Staates vor einem Verlust der eigenen Kompetenzen? Liegt es an der am Markt vorhandenen Kapazität vorhandener, insbesondere geeigneter privater Sicherheitskräfte? Oder sind schlichtweg die Kosten für private Sicherheitsdienstleister der Grund, warum diese nicht für eine Zusammenarbeit herangezogen wurden?
Die Fußball Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land wurde vielfach als neuer Meilenstein von sehr guter Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Sicherheitskräften in der Nachbetrachtung gefeiert, war der G20 Gipfel nicht mindestens ein ebensolches Großereignis, bei dem nahezu die gesamt Welt die in Hamburg vorherrschende Sicherheitslage betrachten konnte?
Der Kostenpunkt ist in Anbetracht der immensen Schäden die es im Nachgang nun zu kompensieren gilt als widerlegt anzusehen. Die Angst vor Kompetenzverlust wird seit Jahren an Flugplätzen, Bahnhöfen, in kommunalen Verkehrsüberwachungen, auf Großveranstaltungen, usw. durch konstruktive, effektive und nahtlose Kooperation der Einsatzkräfte vor Ort widerlegt.
Bleibt letztlich nur die Frage nach der Kapazität und Qualität der Sicherheitswirtschaft.

Kapazität und Qualität der Branche
Die Voraussetzungen an solchen Ereignissen mitwirken zu dürfen, könnte die Sicherheitswirtschaft selbst schaffen. Sicherheitskräfte in quantitativ ausreichender Anzahl wären vorhanden oder könnten aufgebaut werden. Die Qualifikation der entsprechenden Kräfte müsste im Vorfeld erfolgen, dabei die einsatzrelevanten Inhalte effektiv und umfassend vermittelt werden. Der Ruf der Sicherheitsbranche müsste dauerhaft ein ansprechendes Niveau für Auftraggeber aller Arten erreichen.
Dabei sind private und öffentlich Bildungsträger, die Verwaltungsberufsgenossenschaft als gesetzlicher Unfallversicherungsträger der Sicherheitswirtschaft und diverse Sicherheitsverbände und Sicherheitsfirmen gefordert und in der Pflicht, diesen Markt zu erschließen, der damit einhergehenden Verantwortung gerecht zu werden und letztlich auch eine Koordination zu errichten und schlüssige Konzepte vorzuhalten.
Als Bildungszentrum der Sicherheitsbranche sehen auch wir uns in der Verantwortung die entsprechende Qualität, die der Markt braucht, zum Wohle unserer Teilnehmer, Kunden und Geschäftspartner, sowie für die Sicherheit der Allgemeinheit im Rahmen unserer Ausbildungen zu vermitteln.
Sprich uns an, wir beraten Dich gerne!

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